Wolfssichtung im Naturpark Dübener Heide

Autofahrer fotografiert Wildtier nahe Krina
Wolfssichtung im Naturpark Dübener Heide – Autofahrer fotografiert Wildtier nahe Krina
Wolfssichtung im Naturpark Dübener Heide – Autofahrer fotografiert Wildtier nahe Krina
Foto: privat, Quelle: Verein Dübener Heide/Naturpark Dübener Heide

Bad Düben – Im Naturpark Dübener Heide hat ein Autofahrer in den frühen Morgenstunden des 2. März einen Wolf gesichtet und mit dem Handy fotografiert. Das Tier überquerte eine Straße nahe der Ortslage Krina (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), blieb kurz stehen und zog dann auf einem Waldweg weiter.
„Es kann sich durchaus um einen Wolf handeln", sagt die Biologin Janine Meißner vom Naturparkträgerverein Dübener Heide nach Sichtung der Fotos. „In der Gesamterscheinung des Tieres spricht vieles dafür. Es könnte sich um ein mindestens einjähriges Jungtier oder einen bereits erwachsenen Wolf handeln“, so Janine Meißner.
Der Verein Dübener Heide hat die Fotos jetzt an das Landesamt für Umweltschutz zur Bewertung gegeben. Ergebnisse der Fachbehörde liegen noch nicht vor.
Wolfssichtungen wie diese hat es in den vergangenen Jahren immer wieder im Naturpark Dübener Heide gegeben. Vermutlich handelt es sich um sogenannte Durchzügler. Bislang gibt es keinen Nachweis, dass die Wildtiere wieder dauerhaft in der Naturparkregion leben. Vor zwei Jahren war ein Wolf in die Fotofalle eines Jägers nahe Falkenberg (Landkreis Nordsachsen) getappt.




Das könnte sie auch interessieren!

Der NABU ist der Überzeugung, dass die Entscheidung zur Entnahme eines Wolfes durch das Landratsamt Bautzen und das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft im Widerspruch zur Rechtslage des Bundesnaturschutzgesetzes (BnatSchg) steht (§45). Deshalb erwägen wir derzeit, den Rechtsweg zur Klärung der juristischen und sachlichen Zulässigkeit in diesem Fall zu beschreiten. Eine Strafanzeige gegen die Person des Umweltministers und des Landrates, wie sie von anderen Personen offenbar eingereicht wurde, ist nach der gegenwärtigen Einschätzung des NABU nicht zielführend, um Rechtsverstöße im Rahmen des BnatSchg zeitnah klären zu können. ...mehr

NABU Sachsen: Kritik an Genehmigung des SMUL zum Abschuss eines Wolfes

Wolfstötung ist völlig ungeeignetes Mittel zum Schutz von Nutztieren

Wie das sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft am Freitag, dem 27.10.2017 mitteilte, ermöglicht es dem Landratsamt Bautzen die Entnahme eines Wolfes aus dem Rudel Rosenthal. Damit kann ein Tier dieser Wolfsfamilie erschossen werden. Der NABU kritisiert die Entscheidung als fachlich unbegründet sowie rechtlich nicht haltbar. Zudem liegt keine fachliche Einschätzung der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) vor. In diesem von den Bundesländern selber geforderten Zentrum beurteilen die führenden Wolfsexperten Deutschlands u. a. nötige Eingriffe in den Wolfsbestand. ...mehr

Heulen Wölfe bald rund um Bischofswerda?

NABU-Bischofswerda und Kontaktbüro-Wölfe in Sachsen laden zur Infoveranstaltung

Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie die Integration des Wolfes in unsere Natur. Die neu gegründete Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland in Bischofswerda (NABU-BIW) hat daher das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ aus Rietschen eingeladen um mehr Informationen über die letzten Jahre mit den Wölfen in der Oberlausitz und speziell im Raum Bischofswerda zu erhalten. ...mehr

NABU Sachsen | Impressum | Verwendete Literatur



©(2015) NABU-Landesverband Sachsen

StartseiteAktuellesSituation in SachsenWolf und JagdrechtWolf und MenschPolitische Arbeit
Positionspapiere

Publikationen
Infomaterial
Der Wolf macht Schule
Newsletter Wolf