Totes Schaf bei Baruth

In der Nacht zu Samstag, den 01.09.2012, wurde in Baruth, Gemeinde Malschwitz (Landkreis Bautzen), ein Kamerunschaf getötet. Der Wolf kann als Verursacher nicht ausgeschlossen werden. Das Tier befand sich auf einer Koppel, die von einem 0,90m hohen Elektrozaun umgeben war. Zusätzlich war oberhalb des Zaunes ein Warnband angebracht. Ein Pfahl des Zaunes war herausgerissen, wodurch der Zaun auf etwa 10 m Länge am Boden lag.Grundsätzlich bietet ein handelsüblicher Elektrozaun, wie z.B. ein Flexinetzzaun einen effektiven Schutz. Litzenzäune sollten mindestens 5 Litzen aufweisen, wobei der Abstand zwischen den einzelnen Drähten und zum Boden 20 cm nicht überschreiten sollte. Wichtig ist, dass die Umzäunung an allen Seiten geschlossen ist. Bei Festkoppeln (stationäre Holz- oder Maschendrahtzäune) ist vor allem ein fester Bodenabschluss wichtig. Dabei ist ein Unterwühlschutz aus Knotengeflecht oder einer Drahtlitze zu empfehlen.

Nutztierhalter sollten ihre Zäune regelmäßig auf Durchschlupfmöglichkeiten kontrollieren und diese zeitnah verschließen. Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im Fördergebiet haben die Möglichkeit sich die Anschaffung von Herdenschutzmaterial (z.B. Elektrozaun, Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern) vom Freistaat Sachsen fördern zu lassen.

Bei weiteren Fragen zu den Schutzmaßnahmen und zur Förderung stehen Ihnen die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises und Herr Klingenberger vom Staatsbetrieb Sachsenforst unter der Telefonnummer 0172/3757602 oder unter andre.klingenberger@smul.sachsen.de zur Verfügung.




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