Abschussgenehmigung des SMUL: NABU prüft Rechtsweg zur Klärung der Zulässigkeit

Der NABU ist der Überzeugung, dass die Entscheidung zur Entnahme eines Wolfes durch das Landratsamt Bautzen und das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft im Widerspruch zur Rechtslage des Bundesnaturschutzgesetzes (BnatSchg) steht (§45). Deshalb erwägen wir derzeit, den Rechtsweg zur Klärung der juristischen und sachlichen Zulässigkeit in diesem Fall zu beschreiten.
Eine Strafanzeige gegen die Person des Umweltministers und des Landrates, wie sie von anderen Personen offenbar eingereicht wurde, ist nach der gegenwärtigen Einschätzung des NABU nicht zielführend, um Rechtsverstöße im Rahmen des BnatSchg zeitnah klären zu können. Für den NABU steht an erster Stelle, dass Herdenschutzmaßnahmen professionell und gemäß des Managementplanes angewandt werden. Dementsprechend hätten im Rudel Rosenthal schon vor einiger Zeit Herdenschutzhunde eingesetzt werden müssen. Entsprechende Hilfs- und Unterstützungsangebote von Naturschutzorganisationen lagen vor. Zudem ist der Abschuss eines Wolfes aus wirtschaftlichen Gründen nur dann zulässig, wenn das Individuum genau identifiziert werden kann.




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